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Wer muss am meisten lernen?

Als Spotty am 29.10.03 zu uns kam, zog er an der Leine wie ein kleiner Skilift und war mit 15 Monaten (!!) noch immer nicht stubenrein, da er entweder im Zwinger lebte oder aber seine Geschäfte auf dem Balkon erledigen musste ("Abends gehen wir nicht mehr raus, dann ist es dunkel und wir wohnen an der Strasse"). Seinen Namen kannte er nicht. Hundekontakte hatte er kaum.

PLATZ machte er dann eigentlich am Liebstens, vorzugsweise vor der Küche oder unter dem Sofatisch (da war nämlich die Chance gross, dass 'zufälligerweise' etwas Feines zu fressen runterfällt). Dann hatte er auch entdeckt, dass er nicht nur links Pfötchengeben kann und benützte beide Pfötis, um auf sich aufmerksam zu machen.

Was soll man mit so einem Hund machen, der in seiner Welpen-/Junghundezeit nichts lernen durfte? In frei laufen lassen zu können haben wir nach wenigen Mal abgebrochen und haben dann intensiv Schleppleinentraining gemacht. Spotty lernte blitzschnell, aber viele Defizite (auch in der Sozialisierung) konnten nie mehr aufgeholt werden.

Ich habe zu Beginn immer gesagt, dass ich die glücklichste Frau der Welt bin, wenn ich es einmal soweit bringe, dass Spotty ohne Schleppleine unterwegs sein kann. UND SEIT FRÜHLING 2006 BIN ICH ES!! Zweieinhalb Jahre Training, aber wir haben es geschafft !! Jupidu.

Mit Breeze war alles ganz anders. Dank dem "Intensivseminar" in Rosenthal als wir Breeze abgeholt haben und den fortlaufenden Online-Fortsetzungskursen ;-)) waren wir aber nicht nur gut vorbereitet, sondern auch die Fragen im täglichen Zusammenleben mit dem Welpi wurden prompt bearbeitet. Denn am Meisten zu lernen hatten wir selbst. Zwei Hunde sind nicht einfach 2x ein Hund !

Und dann, als Breeze 8 Monate alt war, bin ich plötzlich in eine Sackgasse geraten. Auch mit Bücherlesen und Telefongesprächen und Kontakte mit anderen kompetenten Hundeleuten kam ich nicht weiter. Ich brauchte dringend die Züchterin !!! und so durfte ich erneut nach Rosenthal, zum zweiten Intensivseminar "Wie begleite ich Dreambeaglechen auf dem Weg vom Welpi zum Junghund". Innert zwei Tagen gehorchte Breeze und war insgesamt viel ruhiger und ausgeglichener. Fazit: Der weite Weg hat sich wieder einmal mehr gelohnt. Nur jemand der Welpi von Geburt an kennt und die Situation deshalb auch richtig einschätzt, kann auch kompetent raten (... und wenn dann noch soviel Liebe und Herz dabei ist, kann es nur gut kommen). Ein grosses Dankeschön an meine Lieblingszüchterin  :-))

[07.06.2009] Bestanden !!
Im Rahmen meiner Ausbildung zur Welpen(spiel)leiterin SKG muss ich auch zeigen, dass ich in der Lage bin einen eigenen Hund "auszubilden". Und so bin ich heute mit Spotty zur Hundehalterprüfung (Hundehalterbrevet) angetreten. Wir haben gemeinsam den Anwesenden bewiesen, dass auch ein Beagle die wichtigsten Elemente der Grunderziehung eines (Familien)Hundes beherrschen kann. Die Begegnungen mit fremden Menschen und Hunden hat mein Grosser ganz Spotty-like freundlich und gelassen gemeistert. Und auch beim Rückruf (total drei verschiedene mit und ohne Ablenkung, natürlich ohne lange Leine — die Expertin hat extra 2x nachgefragt ;-)) haben wir fast die ganze Punktezahl erreicht. Beim Gehen an der lockeren Leine gab es einen halben Punkt Abzug (tja mein Fehler, ich bin nicht extra vor der Prüfung 2 Stunden spazieren gegangen, damit Hundi dann schon müdegelaufen ist und einfach nur brav und blöd neben mir hertrottet ohne hier und da schnüffeln zu wollen) und "Platz" klappte gar nicht (machen wir ehrlich gesagt auch nie..., wir haben auch nicht extra für diese Prüfung geübt sondern sind einfach "so wie wir sind" angetreten). Die Expertin meinte dennoch zu uns, wenn nur alle Beagles so wären... *Fröi fröi" gut gemacht, Spottini !!!
Oggi ho superato con Spotty l'esame del brevetto per proprietari di cani. L'esperta ha detto: .... se solo tutti beagle fossero cosi ;-))

[16.06.2009] Geschafft :((
Geschafft und total k.o., dem heutigen Tag habe ich mindestens 10 graue Haare zu verdanken. Man kann es einfach nie oft genug sagen: Hundeplatz ist nicht Alltag !! Spotty hat nämlich heute wieder einmal ein unbedacht offen gelassenes Gartentörchen benutzt, um alleine on tour zu gehen. Nur leider war dies in Italien und an einer stark befahrenen Strasse... Normalo-Hundehalter haben da offenbar einfach etwas Mühe zu glauben, dass der Beagle gezüchtet worden ist... um seiner Nase nach zu folgen und sich nicht von dem abbringen zu lassen, was er sich in den Kopf gesetzt hat. (Nicht unbegründet spricht man ja vom "beaglesicher" eingezäunten Garten — wer kennt das Video auf Youtube noch nicht?).
Tja, gemerkt habe ich Spotty's Verschwinden leider erst, als der Schlawiner schon längst wieder aus Nachbars (Gemüse-)Garten mit Komposthaufen weg war und entschwunden. Bloss in welche Richtung?? Vergebliches Warten — Minuten werden da zu Stunden — , jemand muss ja dort bleiben um auch die Türe öffnen und vor allem wieder schliessen zu können. Als auch das organisiert war, habe ich mir Breeze geschnappt und mit ihr ein "Dog-Trailing" ;-)) gemacht. Es hat wie nicht anders erwartet geklappt (gelernt ist gelernt) und sie hat Spotty's Fährte ganz toll ausgearbeitet (überall wo wir durchgekommen sind hatte man ihn vor ca. einer Stunde gesehen... aber natürlich hat da keiner reagiert und den Hund aufgehalten um Frauli zu telefonieren). So sind wir beiden seiner Spur quer durch sämtliche Gärten aber auch der Statale mit Feierabendverkehr entlang gefolgt, bis endlich der erlösende Anruf kam, dass Spottini nach knapp 2-stündiger Fress-Tour mit dickem Bauch und total überhitzt von alleine wieder "heim"gekommen ist. Was soll man da sagen ? Feine Breeze natürlich, feiner Spotty *zähneknirsch* und demjenigen, der so unbedacht mit seinem Gartentor umgeht während Beagles zu Besuch sind, den Hals umdrehen...

 

So. Und nun schreibe ich nicht mehr weiter über die Fortschritte meiner Hundinis. Ich bin überglücklich, dass mein Rudel bei mir ist und dass wir alle ständig Fortschritte machen. Dies heisst dann eben auch konsequent zu sein in der Erziehung. Nicht einmal ja und einmal nein, denn Beaglechen nutzt dies sonst aus. Mehr als einen Hunde halten heisst auch 2-3x Erziehungsspaziergänge oder Einzeltrainings zu machen, .... ein zeitlicher Aufwand der sich lohnt, denn bisher laufen alle meine Beagles - je nach Situation - frei und gehorchen auf Rückruf.

Fortschritte machen meine Hundinis aber auch nur, wenn sich Frauchen weiterbildet. Es gibt inzwischen eine grosse Anzahl an Hundebüchern, ständig kommen neue heraus und kauen z.T. wieder, was in anderen propagiert wird.
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